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PDF-Kontoauszüge strukturiert weiterverarbeiten
Wandeln Sie Ihre PDFs ohne manuelle Dateneingabe in Excel, CSV oder OFX um.
Laden Sie einen PDF-Kontoauszug hoch und sehen Sie die Extraktion in Echtzeit. Sofortige Vorschau, ohne Anmeldung.
Ein Kontoauszug lässt sich nicht wie eine echte Tabelle kopieren: Je nach PDF können Zeilen verrutschen, Beträge als Text ankommen und Datumsangaben falsch interpretiert werden. Dieser Leitfaden zeigt einen kontrollierten Weg vom PDF zur Excel-Arbeitsdatei, ohne eine Erfolgsquote oder feste Zeitersparnis zu unterstellen.
In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen, welche Methoden funktionieren, welche Fehler Sie vermeiden müssen – und wie Sie aus einer zeitraubenden Pflichtübung einen nachvollziehbaren Prozess mit anschließender Sichtprüfung machen. Vorher klären wir aber die Frage, die sich davor stellt und die viele überspringen: Brauchen Sie überhaupt den Umweg über das PDF – oder liefert Ihr Online-Banking die Umsätze direkt als CSV?
Kurzantwort: Nutzen Sie einen nativen CSV-, XLSX- oder camt-Export der Bank, wenn er den benötigten Zeitraum vollständig abdeckt. Bei einem einfachen, nativen PDF kann Excel Power Query Tabellen erkennen. Für Scans, mehrseitige Banklayouts oder wiederkehrende Verarbeitung ist eine spezialisierte Extraktion oft die kontrollierbarere Arbeitsgrundlage. Prüfen Sie jedes Ergebnis gegen das Original.
BankStatementLab ersetzt dabei weder die Prüfung gegen den Originalauszug noch den fachlich abgestimmten Import in das Zielsystem.

Kontoauszug herunterladen oder Umsätze als CSV exportieren – was ist der Unterschied?
Der Kontoauszug ist das Dokument, der Umsatzexport liefert die Daten. Beim Herunterladen der Kontoauszüge erhalten Sie das offizielle PDF aus dem Postfach Ihrer Bank – mit Kopfdaten, IBAN, Alt- und Neusaldo. Beim CSV-Export aus der Umsatzanzeige bekommen Sie dagegen eine reine Buchungsliste, die sich sofort in Excel öffnen lässt, aber keinen Dokumentcharakter hat.
Für die Praxis heißt das: Wenn Sie die Zahlen auswerten wollen, ist der CSV-Export der kürzere Weg. Wenn Sie einen Nachweis brauchen – gegenüber Finanzamt, Bank oder Mandant – oder wenn der gewünschte Zeitraum im Online-Banking nicht mehr abrufbar ist, führt kein Weg am PDF vorbei. Und genau dann brauchen Sie eine verlässliche Methode, um das PDF in Excel zu bekommen.
Kurzentscheidung:
| Ihre Situation | Der schnellste Weg |
|---|---|
| Aktueller Monat, nur Auswertung | CSV-Export aus der Umsatzanzeige |
| Zeitraum außerhalb des Online-Banking-Archivs | PDF-Kontoauszug herunterladen und umwandeln |
| Auszüge Dritter (Mandant, Kreditantrag, Prüfung) | PDF umwandeln – Sie haben keinen Zugang zum Online-Banking des Kontoinhabers |
| Import in DATEV, Lexware oder eine Buchhaltung | In beiden Fällen Nachbearbeitung nötig – siehe unten |
Bei mehreren Monaten oder Mandanten kommt zur Wahl der Quelle die Herkunftskontrolle hinzu. Der Leitfaden zum stapelweisen Umwandeln von Kontoauszügen zeigt, wann Sie Dateien zusammenführen und wann Sie getrennte Exporte im ZIP behalten sollten.
Umsätze als CSV exportieren: was der Bank-Export liefert und was fehlt
Der CSV-Export Ihrer Bank ist schnell, aber nicht zwingend für das nächste System importfertig. Je nach Bank kann die Datei etwa Semikolon als Trennzeichen, deutsche Zahlen (1.234,56), Datumsangaben im Format TT.MM.JJJJ und eigene Spaltenbezeichnungen verwenden. Beim Öffnen per Doppelklick kann Excel Beträge deshalb als Text interpretieren; kontrollieren Sie die Datentypen vor der Weiterverarbeitung.
Drei Grenzen begegnen Ihnen dabei regelmäßig:
- Der Zeitraum ist begrenzt. Die Umsatzanzeige im Online-Banking reicht deutlich weniger weit zurück als das PDF-Archiv im Postfach. Ältere Zeiträume existieren oft nur noch als PDF-Kontoauszug – ein Grund, warum Buchhaltungen für zurückliegende Jahre praktisch immer über das PDF gehen.
- Das Format passt nicht zum Zielsystem. Ein Bank-CSV ist in aller Regel kein DATEV-Buchungsstapel: Je nach Importweg ordnen Sie die Spalten beim Kontoumsatz-Import selbst zu, oder Sie übergeben einen fertig kontierten Buchungsstapel im DATEV-Format – ohne Anpassung passt der Bank-Export auf keinen der beiden Wege. Welchen der beiden Wege Sie brauchen, klärt der Beitrag zum Import von Kontoauszügen in DATEV.
- Der Verwendungszweck ist zusammengestaucht. Auftraggeber, IBAN, SEPA-Mandatsreferenz und End-to-End-ID landen je nach Bank in einer einzigen Zelle oder verteilt über mehrere Felder.
Wenn Sie ohnehin nachbearbeiten müssen, verliert der CSV-Export einen Teil seines Vorsprungs – und die Frage ist nur noch, ob Sie von der CSV- oder von der PDF-Seite starten. Wie Sie die Buchungen anschließend nach SKR03-Kategorien auswerten, zeigt der Beitrag Buchungen im Kontoauszug kategorisieren und mit SUMMEWENN auswerten.
Wann Kopieren, Power Query oder ein Konverter funktioniert
Der erste Reflex vieler Buchhalter: PDF öffnen, Tabelle markieren, kopieren, in Excel einfügen. Klingt logisch – funktioniert aber selten.
Das passiert beim einfachen Kopieren:
- Alle Daten landen in einer einzigen Spalte
- Datum, Buchungstext und Betrag werden zusammengemischt
- Tausendertrennzeichen und Dezimalstellen werden falsch interpretiert
- Mehrzeilige Buchungstexte verursachen verschobene Zeilen
- Seitenumbrüche zerstören die Datenstruktur
Das kostet Zeit, die Steuerberater und Buchhalter schlicht nicht haben. Dazu kommt das Risiko menschlicher Fehler bei der manuellen Nachbearbeitung – ein falsch übertragener Betrag kann zu fehlerhaften Auswertungen und steuerlichen Problemen führen.
Methoden für natives PDF, Scan, mehrere Seiten und Schutz
| Kriterium | Manuell (Kopieren/Einfügen) | Automatisierte Lösung |
|---|---|---|
| Zeitaufwand pro Auszug | Wächst mit jeder weiteren Seite | Hängt von Seiten, Layout, OCR und Prüfung ab |
| Vollständigkeit der Zeilen | Hängt von der manuellen Übertragung ab | Ergebnis wird als Tabelle zur Prüfung ausgegeben |
| Gescannte PDFs verarbeitbar | Nein | Ja (OCR-Erkennung) |
| Spaltenstruktur | Selten korrekt getrennt | Datum, Verwendungszweck und Betrag getrennt |
| Nachbearbeitungsaufwand | Hoch | Sichtprüfung |
| Umgang mit dem Quell-PDF | Bleibt lokal | Nach erfolgreicher Extraktion gelöscht; ein fehlgeschlagener Upload kann zur Diagnose bis zu 14 Tage bestehen bleiben |
Excel dokumentiert den Import von Tabellen über Daten > Aus Datei > Aus PDF sowie den CSV-Import mit Power Query in seiner offiziellen Anleitung zu Datenquellen. Ob eine Tabelle erkannt wird, hängt von Excel-Version, Plattform, Textschicht und Layout ab. Ein Ergebnis aus Power Query benötigt dieselben Vollständigkeits- und Saldenkontrollen wie ein Ergebnis aus einem Konverter.
Der Unterschied liegt in der Art der Arbeit: Beim Kopieren übertragen Sie Zeilen manuell; bei der Extraktion prüfen Sie ein erzeugtes Ergebnis. Auch dort können mehr Seiten, Scans und Layout-Ausnahmen die Verarbeitungs- und Prüfzeit erhöhen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Kontoauszug PDF in Excel umwandeln
Es gibt verschiedene Wege, einen Kontoauszug aus dem PDF-Format in Excel zu überführen. Hier die wichtigsten Methoden – von einfach bis professionell.
Schritt 1: Art des PDFs bestimmen
Bevor Sie starten, klären Sie, ob Ihr Kontoauszug ein natives PDF (Text ist selektierbar) oder ein gescanntes PDF (nur Bilddatei) ist. Öffnen Sie das Dokument und versuchen Sie, einen Text zu markieren. Funktioniert das, handelt es sich um ein natives PDF. Wenn nicht, enthält das Dokument nur ein Bild – und erfordert OCR-Technologie.
Schritt 2: Methode wählen
| Methode | Funktioniert bei nativen PDFs | Funktioniert bei gescannten PDFs | Aufwand | Genauigkeit |
|---|---|---|---|---|
| Kopieren & Einfügen | Teilweise | Ohne Textschicht nein | Hoch | Layoutabhängig |
| Adobe Acrobat Pro | Teilweise | Je nach OCR-Funktion | Mittel | Layout- und OCR-abhängig |
| Allgemeine Online-Konverter | Je nach Anbieter | Je nach Anbieter | Variabel | Anbieter- und dokumentabhängig |
| Spezialisierte KI-Lösung | Ja | Ja | Prüfung nötig | Dokumentabhängig |
Schritt 3: Dokument hochladen und verarbeiten
Eine spezialisierte Option ist BankStatementLab, das für die Struktur von Kontoauszügen entwickelt wurde. Testen Sie es mit einem repräsentativen Dokument und gehen Sie so vor:
- Legen Sie über BankStatementLab ein Konto an – 5 Credits sind inklusive; die Standardextraktion kostet einen Credit je Seite, die erweiterte zwei. Für größere Mengen wählen Sie den passenden Tarif
- Laden Sie Ihren Kontoauszug als PDF hoch (native oder gescannte PDFs werden unterstützt). Passwortgeschützte Dateien müssen Sie vorher lokal entsperren
- Die KI analysiert automatisch die Dokumentstruktur: Spaltenköpfe, Buchungszeilen, Beträge, Salden
- Nach der Verarbeitung steht eine Vorschau der extrahierten Daten zur Verfügung
- Prüfen Sie die Ergebnisse kurz und exportieren Sie in das gewünschte Format
Schritt 4: Excel-Datei herunterladen und prüfen
Das exportierte Excel-Dokument übernimmt die Spalten, die Ihr Auszug führt – bei einem deutschen Kontoauszug also Buchungsdatum, Wertstellung, Verwendungszweck und Betrag beziehungsweise Soll und Haben –, jede in einer eigenen Spalte. Prüfen Sie nach dem Download:
- Sind alle Buchungszeilen vollständig übernommen?
- Stimmen Anfangs- und Endsaldo mit dem Original überein?
- Sind die Beträge als Zahlenwerte (nicht als Text) formatiert?
- Sind die Datumsfelder als Excel-Datumswerte erkannt?
Diese Kontrollpunkte sichern die Datenqualität und machen die Datei sofort weiterverarbeitbar.
Schritt 5: Daten in der Buchhaltung weiterverarbeiten
Mit einer sauber strukturierten Excel-Tabelle können Sie sofort weiterarbeiten:
- Pivot-Tabellen für die Kategorisierung von Ausgaben und Einnahmen
- SVERWEIS-Formeln für den Abgleich mit Ihrer Finanzbuchhaltung
- Bedingte Formatierung zur schnellen Erkennung von Ausreißern
- Diagramme zur Visualisierung von Liquiditätsverläufen
Ein Hinweis für alle, die ohne Kanzlei arbeiten: Die Excel-Tabelle ist Ihr Arbeitsmittel, nicht automatisch der maßgebliche Beleg. Welche Datei Quelle ist und wie Transformationen dokumentiert werden, behandelt der Abschnitt zu Kontrollen und GoBD bei der Bankabstimmung.
Sie verbringen zu viel Zeit mit der manuellen Umwandlung von Kontoauszügen? BankStatementLab strukturiert Ihre PDF-Kontoauszüge für den Export als Excel, CSV oder JSON. Prüfen Sie die Vorschau vor der Weiterverwendung. Kontoauszug-PDF in Excel umwandeln →
Wie ist der Auszug bei den gängigen deutschen Banken aufgebaut?
Die Spaltenlogik unterscheidet sich stärker, als es der einheitliche deutsche Kontoauszug vermuten lässt – und genau davon hängt ab, wie viel Nacharbeit Sie nach der Umwandlung haben. Zu den gängigen Instituten führen wir deshalb je eine eigene Seite mit dem Aufbau des Auszugs, dem konkreten Klickpfad und den bekannten Stolperstellen beim Auslesen. Ein Blick dorthin lohnt sich, bevor Sie mit dem Umwandeln beginnen.
- Deutsche Bank – Buchungstag und Wertstellung stehen in getrennten Spalten, der Verwendungszweck läuft über mehrere Zeilen: So laden Sie Ihre Deutsche-Bank-Umsätze herunter und wandeln sie um
- Sparkasse – jede Sparkasse ist ein eigenständiges Institut, entsprechend variieren Menüführung und Auszugslayout: Sparkassen-Auszug aus der Internet-Filiale exportieren
- Volksbank / Raiffeisenbank – genossenschaftliches Standardformat, Auszüge im VR-Postfach: Volksbank-Kontoauszug als PDF beziehen
- N26 – nativ-digitale PDFs und ein eigener Transaktionsexport: N26-Umsätze aus der App exportieren
- HypoVereinsbank – getrennte Soll- und Haben-Spalten mit laufendem Saldo: HVB-Kontoauszüge abrufen und in Excel überführen
- Sparda-Bank – regional eigenständige Institute mit leicht abweichenden Auszügen: Sparda-Auszug im Postfach herunterladen
Bei allen genannten Banken gilt dieselbe Reihenfolge: erst den Auszug oder Umsatzexport für den vollständigen Zeitraum beschaffen, dann umwandeln, dann prüfen. Fällt ein Monat erst später auf, müssen Sie den Import für den gesamten Zeitraum noch einmal aufrollen.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Selbst erfahrene Buchhalter und Steuerberater machen beim Umwandeln von Kontoauszügen aus PDF in Excel typische Fehler. Kennen Sie diese Stolpersteine – und umgehen Sie sie von Anfang an.
Fehler 1: Zahlenwerte werden als Text importiert
Wenn Beträge nach dem Import in Excel linksbündig erscheinen, sind sie als Text formatiert – und für Berechnungen unbrauchbar. Ursache ist häufig ein unbekanntes Trennzeichenformat (Punkt statt Komma bei Dezimalstellen).
Lösung: Verwenden Sie Tools, die Zahlenformate automatisch erkennen und korrekt konvertieren. Alternativ nutzen Sie in Excel die Funktion “Text in Spalten” mit manuellem Trennzeichen-Mapping.
Fehler 2: Seitenumbrüche zerschneiden Buchungszeilen
Bei mehrseitigen Kontoauszügen werden Buchungszeilen, die über einen Seitenumbruch gehen, häufig auf zwei Zeilen aufgeteilt. Das führt zu Phantomzeilen und fehlenden Beträgen.
Lösung: Spezialisierte Extraktions-Tools erkennen Seitenumbrüche und fügen aufgeteilte Buchungszeilen automatisch zusammen. Beim manuellen Kopieren müssen Sie jeden Seitenumbruch einzeln prüfen.
Fehler 3: Gescannte PDFs unbearbeitet verwenden
Ein gescanntes PDF ist eine Bilddatei – kein Text. Wer versucht, daraus direkt Daten zu kopieren, erhält gar nichts. Viele Buchhalter erkennen diesen Unterschied zu spät und verlieren wertvolle Zeit.
Lösung: Achten Sie darauf, ob Ihr Tool OCR (Optical Character Recognition) unterstützt. Gute Lösungen erkennen automatisch, ob es sich um ein gescanntes Dokument handelt, und wechseln entsprechend in den OCR-Modus.
Fehler 4: Duplikate durch doppelten Import
Wer dieselbe PDF-Datei versehentlich zweimal verarbeitet, erzeugt Duplikate in der Buchhaltungssoftware. Gerade bei monatlichem Massenimport ist das ein häufiges Problem.
Lösung: Führen Sie ein Protokoll über bereits importierte Zeiträume und Kontonummern. Professionelle Tools zeigen Metadaten des Dokuments (Zeitraum, IBAN) direkt in der Vorschau an – so vermeiden Sie Dopplungen.
Fehler 5: Unsichere Online-Konverter verwenden
Beliebige Online-Konverter fordern Sie auf, Ihre Kontoauszüge auf fremde Server hochzuladen. Dabei werden hochsensible Finanzdaten übertragen, ohne dass Sie wissen, wie lange diese gespeichert oder ob sie weitergegeben werden.
Lösung: Prüfen Sie Datenschutzinformationen, AVV, Zugriffsrechte und die veröffentlichten Löschfristen des Anbieters. Für Mandantendaten sollte die Toolauswahl Teil Ihres dokumentierten Datenschutzprozesses sein.

Profi-Tipps für Steuerberater
Wenn Sie regelmäßig Kontoauszüge für mehrere Mandanten verarbeiten, zahlt sich eine strukturierte Vorgehensweise doppelt aus. Diese Tipps helfen Ihnen, Ihren Workflow dauerhaft zu optimieren.
Stapelverarbeitung einrichten
Statt Kontoauszüge einzeln zu verarbeiten, bündeln Sie die Uploads. Legen Sie einen festen Tag pro Monat fest, an dem alle PDF-Kontoauszüge gesammelt hochgeladen und exportiert werden. Das spart Rüstzeiten und schafft eine klare Aufgabenstruktur.
Standardisierte Spaltenbezeichnungen verwenden
Einheitliche Spaltenköpfe in Ihren Excel-Exporten (z. B. „Buchungsdatum”, „Verwendungszweck”, „Betrag_EUR”, „Saldo”) erleichtern die manuelle Zuordnung beim Import in Ihre Buchhaltungssoftware. BankStatementLab stellt dafür CSV oder XLSX bereit, aber keinen direkten DATEV-, Lexware- oder SAP-Konnektor; prüfen Sie vorab den vom Zielsystem erwarteten Importweg.
Plausibilitätsprüfung automatisieren
Erstellen Sie in Excel eine Kontrollzeile, die den importierten Endsaldo mit dem im PDF ausgewiesenen Saldo vergleicht:
=WENN(SUMME(Beträge)+Anfangssaldo=Endsaldo_PDF; "OK"; "Abweichung prüfen!")
Diese einfache Formel schlägt sofort Alarm, wenn Buchungszeilen fehlen oder falsch übertragen wurden.
Mandantenspezifische Vorlagen anlegen
Erstellen Sie für jeden Mandanten eine Excel-Vorlage mit vordefinierten Kategorisierungsregeln (z. B. via WENN-Formeln oder Makros), die automatisch auf die importierten Transaktionen angewendet werden. Der Aufwand fällt einmal an, die Ersparnis fällt jeden Monat an. Wie sich solche Regeln aufbauen lassen, zeigt der Beitrag zum automatischen Kategorisieren von Kontoauszügen.
Auf DSGVO-konforme Lösungen setzen
Als Steuerberater sind Sie an das Steuerberatungsgeheimnis und die DSGVO gebunden. Jede Software, mit der Sie Mandantendaten verarbeiten, muss nachweislich DSGVO-konform sein und entsprechende Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) anbieten. Prüfen Sie das vor der Toolauswahl – und verzichten Sie auf beliebige Online-Konverter ohne rechtliche Grundlage.
Regelmäßige Qualitätskontrollen einplanen
Auch die besten KI-Tools können bei ungewöhnlichen PDF-Formaten an Grenzen stoßen. Planen Sie monatlich eine kurze Stichprobenkontrolle ein: Prüfen Sie 5–10 zufällig ausgewählte Buchungszeilen gegen das Original-PDF. Erkennen Sie frühzeitig, ob ein bestimmtes Bankformat Probleme bereitet, und passen Sie Ihren Prozess entsprechend an.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meine Umsätze direkt als CSV exportieren, statt den Kontoauszug umzuwandeln?
Ja, sofern Ihre Bank in der Umsatzanzeige eine Exportfunktion anbietet und der gewünschte Zeitraum dort noch abrufbar ist. Der Bank-Export ist allerdings selten importfertig: Semikolon als Trennzeichen, deutsche Zahlenformate und bankeigene Spaltenbezeichnungen führen dazu, dass Beträge in Excel als Text ankommen und der Verwendungszweck zusammengestaucht wird. Für Zeiträume außerhalb des Online-Banking-Archivs und für Auszüge Dritter bleibt der PDF-Kontoauszug die einzige Quelle.
Wie weit zurück kann ich Kontoauszüge herunterladen?
Das PDF-Archiv im Postfach reicht in der Regel deutlich weiter zurück als die Umsatzanzeige, aus der sich CSV exportieren lässt. Genau deshalb laufen Buchhaltungen für zurückliegende Jahre fast immer über das PDF und nicht über den Umsatzexport. Prüfen Sie den verfügbaren Zeitraum, bevor Sie mit der Umwandlung beginnen – ein nachträglich fehlender Monat zwingt Sie dazu, den gesamten Import erneut aufzurollen.
Woran erkenne ich, ob mein Kontoauszug ein natives oder ein gescanntes PDF ist?
Öffnen Sie das Dokument und versuchen Sie, eine Textzeile mit der Maus zu markieren. Lässt sich der Text auswählen, handelt es sich um ein natives PDF; markiert sich nichts, enthält die Datei nur ein Bild und erfordert OCR-Technologie. Dieser Test dauert wenige Sekunden und entscheidet darüber, welche Umwandlungsmethode überhaupt funktionieren kann – ein gescanntes PDF gibt beim reinen Kopieren gar nichts her.
Warum sind die Beträge nach dem Import in Excel als Text formatiert?
Erkennbar ist das daran, dass die Beträge linksbündig in der Zelle stehen; für Berechnungen sind sie dann unbrauchbar. Ursache ist meist ein unbekanntes Trennzeichenformat, also Punkt statt Komma bei den Dezimalstellen. Abhilfe schafft entweder die Excel-Funktion “Text in Spalten” mit manuellem Trennzeichen-Mapping oder ein Konverter, der Zahlenformate automatisch erkennt und korrekt umwandelt.
Wie prüfe ich, ob beim Umwandeln Buchungszeilen verloren gegangen sind?
Vergleichen Sie Anfangs- und Endsaldo der Excel-Datei mit den im PDF ausgewiesenen Salden. Automatisieren lässt sich das mit einer Kontrollzeile wie =WENN(SUMME(Beträge)+Anfangssaldo=Endsaldo_PDF; “OK”; “Abweichung prüfen!”), die sofort Alarm schlägt, wenn Buchungszeilen fehlen oder falsch übertragen wurden. Prüfen Sie zusätzlich, ob alle Buchungszeilen vollständig übernommen und die Datumsfelder als echte Excel-Datumswerte erkannt wurden.
Warum zerschneiden Seitenumbrüche in mehrseitigen Kontoauszügen die Buchungszeilen?
Weil Buchungszeilen, die über einen Seitenumbruch laufen, beim Kopieren häufig auf zwei Zeilen aufgeteilt werden – das erzeugt Phantomzeilen und fehlende Beträge. Spezialisierte Extraktions-Tools erkennen Seitenumbrüche und fügen aufgeteilte Buchungszeilen automatisch wieder zusammen. Beim manuellen Kopieren müssen Sie dagegen jeden einzelnen Seitenumbruch nachkontrollieren.
In welche Dateiformate kann ich einen Kontoauszug aus dem PDF exportieren?
BankStatementLab gibt die ausgelesenen Buchungen als XLSX, CSV oder JSON aus; für unterstützte Übergaben kann außerdem OFX erzeugt werden. XLSX und CSV sind prüfbare Arbeitsdateien. OFX ist nicht universell kompatibel und muss mit einer kleinen Periode im konkreten Zielprogramm getestet werden.
Worauf müssen Steuerberater bei der Wahl eines PDF-Konverters achten?
Prüfen Sie Datenschutzinformationen, Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), Löschfristen und Zugriffsrechte des Anbieters. BankStatementLab entfernt das Quell-PDF nach einer erfolgreich abgeschlossenen Extraktion; fehlgeschlagene Verarbeitungen können zur Fehleranalyse entsprechend der veröffentlichten Aufbewahrungsregeln vorübergehend bestehen bleiben. Bewahren Sie das Original deshalb weiterhin in Ihrer eigenen revisionssicheren Ablage auf.
Fazit
Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Online-Banking die Umsätze im gewünschten Zeitraum noch als CSV ausgibt. Tut es das nicht – und das ist bei zurückliegenden Monaten der Normalfall –, führt der Weg über den PDF-Kontoauszug, und dann entscheidet die Qualität der Extraktion über Ihren Nacharbeitsaufwand.
Als Steuerberater oder Buchhalter sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Quelle: Vor dem Start klären, ob CSV-Export oder PDF-Auszug den vollständigen Zeitraum abdeckt
- Sicherheit: Datenschutzbedingungen, AVV, Zugriffsrechte und Löschfristen des Tools prüfen
- Genauigkeit: Werkzeuge wählen, die speziell für Finanzdokumente entwickelt wurden
- Zielformat: Vorab wissen, ob Excel, CSV oder ein Buchungsstapel für DATEV gebraucht wird
- Kontrolle: Immer eine Plausibilitätsprüfung der importierten Daten durchführen
Prüfen Sie es an einem repräsentativen Auszug: Öffnen Sie den Kontoauszug-Konverter von BankStatementLab, laden Sie ein entsperrtes PDF über die Registrierung hoch, kontrollieren Sie die Vorschau und exportieren Sie das Ergebnis als Excel oder CSV. Die Standardextraktion kostet einen Credit je Seite, die erweiterte zwei; die aktuellen Kontingente stehen auf der Preisseite.
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