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Kontoauszug DATEV importieren – vollständige Anleitung

So importieren Sie Ihren Kontoauszug korrekt in DATEV: von der PDF-Datei zum EXTF-CSV-Format, Fehlervermeidung, GoBD-Konformität und BankStatementLab als Lösung.

Kontoauszug PDF wird automatisch in DATEV-kompatibles CSV-Format umgewandelt

Wer als Buchhalter, GmbH-Geschäftsführer oder Kleinunternehmer die monatlichen Kontoauszüge in DATEV importieren möchte, stößt schnell auf dasselbe Problem: Die Bank liefert eine PDF-Datei, DATEV erwartet jedoch ein exakt definiertes EXTF-CSV-Format. Ein simples Hochladen ist nicht möglich — die Daten müssen zuerst korrekt strukturiert werden. Dieser Leitfaden erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie der Import funktioniert, welche Fehler Sie vermeiden müssen und wie Sie den Prozess mit BankStatementLab erheblich beschleunigen.


Warum DATEV ein spezifisches Format erwartet

DATEV dominiert die Buchhaltungssoftware in Deutschland mit einem Marktanteil von über 90 % bei Steuerkanzleien. Fast 750.000 Unternehmen und Kanzleien nutzen DATEV-Produkte. Diese Verbreitung hat einen Preis: Das System arbeitet nach strengen, proprietären Datenstandards, die eine lückenlose Nachvollziehbarkeit aller Buchungsvorgänge sicherstellen.

DATEV kann keine beliebigen CSV-Dateien verarbeiten. Die Software erkennt ausschließlich das DATEV-Format — konkret die Dateitypen:

  • EXTF_Buchungsstapel.csv — für Buchungssätze aus Kontoauszügen
  • EXTF_Debitoren_Kreditoren.csv — für Stammdaten

Ein Kontoauszug im PDF-Format enthält zwar alle relevanten Informationen (Datum, Betrag, Verwendungszweck, Buchungstext), diese sind jedoch für Menschen lesbar gestaltet — nicht maschinenlesbar im DATEV-Sinn. Die Lücke zwischen dem, was die Bank liefert, und dem, was DATEV erwartet, ist das zentrale Problem bei jedem Monatsabschluss.

Was im EXTF-Header stehen muss

Jede DATEV-EXTF-Datei beginnt mit zwei Pflichtzeilen, bevor die eigentlichen Buchungsdaten folgen:

  1. Zeile 1 — Identifikationszeile: Beginnt zwingend mit EXTF, gefolgt von Versionsnummer, Datenkategorie (z. B. 21 für Buchungsstapel), Buchungsmonat, Wirtschaftsjahresbeginn und weiteren Metadaten.
  2. Zeile 2 — Spaltenüberschriften: Definiert die Reihenfolge der Felder in den Buchungszeilen.

Fehlt einer dieser Header oder ist die Struktur abweichend, bricht DATEV den Import ohne Rückmeldung ab.


Die Pflichtfelder im DATEV Buchungsstapel-Format

Das EXTF-Format für Buchungsstapel kennt über 100 mögliche Spalten, von denen aber nur eine Handvoll für den Kontoauszugsimport zwingend erforderlich sind. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Pflicht- und häufig genutzten Optionalfelder:

SpaltennamePflichtFormatBeispiel
UmsatzJaDezimalzahl (Komma)1250,00
Soll/Haben-KennzeichenJaS oder HS
WKZ UmsatzNeinISO 4217EUR
KursNeinDezimalzahl1,0000
Basis-UmsatzNeinDezimalzahl
WKZ Basis-UmsatzNeinISO 4217
KontoJaNumerisch (4–8 Stellen)1200
Gegenkonto (ohne BU-Schlüssel)JaNumerisch1800
BU-SchlüsselNeinNumerisch
BelegdatumJaTTMM (4-stellig)0502
Belegfeld 1NeinText (max. 36 Zeichen)RE-2025-0042
BuchungstextNeinText (max. 60 Zeichen)Miete Februar
KOST1NeinText
KOST2NeinText

Wichtige technische Vorgaben:

  • Zeichenkodierung: Windows-1252 (ANSI) — kein UTF-8
  • Trennzeichen: Semikolon (;)
  • Dezimaltrennzeichen: Komma (,)
  • Tausendertrennzeichen: keines
  • Datumsformat im Belegdatum: TTMM (nur Tag und Monat, kein Jahr)

Bankformate vs. DATEV-Format — ein direkter Vergleich

Das Problem lässt sich am besten durch einen Direktvergleich verdeutlichen. So sehen Rohdaten aus einem typischen PDF-Kontoauszug aus, und so müssen sie für DATEV aufbereitet werden:

MerkmalRohformat (PDF/Standard-CSV)DATEV EXTF-Format
Datum05.02.2026 (TT.MM.JJJJ)0502 (TTMM)
Betrag-1.250,00 € oder 1250.001250,00
Soll/HabenVorzeichen (-/+) oder leerS oder H (Pflichtfeld)
KontoNicht vorhandenMuss zugewiesen werden (z. B. 1200)
GegenkontoNicht vorhandenMuss zugewiesen werden
ZeichensatzUTF-8Windows-1252 (ANSI)
TrennzeichenKomma, Tab oder SemikolonAusschließlich Semikolon
KopfzeilenBeliebigExakt definierte EXTF-Struktur
TausenderpunktVorhanden (1.250)Nicht erlaubt (1250)
Währungssymbol im BetragsfeldSeparate Spalte (WKZ), kein Symbol

Diese Transformationen sind nicht trivial. Jede einzelne Abweichung kann dazu führen, dass DATEV die Importdatei komplett zurückweist — oft ohne verständliche Fehlermeldung.


Sie haben einen Stapel Kontoauszüge als PDF und kein Werkzeug, das daraus automatisch eine DATEV-konforme Datei erzeugt? BankStatementLab erkennt das PDF-Format automatisch, extrahiert alle Transaktionen und exportiert die Daten direkt als EXTF-CSV — bereit für den Import in DATEV Rechnungswesen. Kostenlos testen →


Kontoauszug PDF zu DATEV CSV: Vier-Schritte-Prozess von PDF-Upload bis EXTF-Format-Export für Buchhaltung

Schritt-für-Schritt: Kontoauszug PDF zu DATEV-ready CSV

Schritt 1 — Kontoauszug hochladen

Rufen Sie BankStatementLab auf und laden Sie Ihren Kontoauszug als PDF hoch. Das Tool unterstützt mehrseitige PDFs sowie passwortgeschützte Dateien. Eine manuelle Vorformatierung ist nicht notwendig.

Schritt 2 — Automatische Texterkennung und Strukturierung

BankStatementLab analysiert das PDF und extrahiert alle Transaktionszeilen: Datum, Betrag, Buchungstext und Verwendungszweck. Die Erkennung funktioniert auch bei gescannten Kontoauszügen (OCR-Verarbeitung) sowie bei Auszügen ohne einheitliche Spaltenstruktur.

Schritt 3 — DATEV-Export auswählen

Wählen Sie im Exportmenü das Format DATEV Buchungsstapel (EXTF). Das System generiert automatisch:

  • Den korrekten EXTF-Header mit Versionsnummer und Datenkategorie
  • Die Datumskonvertierung von TT.MM.JJJJ nach TTMM
  • Die Betragsformatierung ohne Tausenderpunkt und mit Komma-Dezimaltrennzeichen
  • Das Soll/Haben-Kennzeichen basierend auf dem Vorzeichen des Betrags
  • Die Zeichenkodierung Windows-1252

Schritt 4 — Kontonummern zuweisen

Vor dem Export können Sie im Mapping-Fenster für jede Transaktionskategorie ein Konto und ein Gegenkonto hinterlegen. Das spart Ihrem Steuerberater erhebliche Nacharbeit in DATEV.

Schritt 5 — CSV herunterladen und in DATEV importieren

Die heruntergeladene Datei (EXTF_Buchungsstapel.csv) importieren Sie in DATEV Rechnungswesen über den Menüpfad:

Bestand → Importieren → Buchungsdaten → DATEV-Format

Wählen Sie die Datei aus, prüfen Sie die Vorschau und bestätigen Sie den Import. Bei korrekter Struktur erscheinen alle Buchungen ohne Fehlermeldung im Buchungsstapel.


Die häufigsten Fehler beim DATEV-Import — und wie Sie sie beheben

Fehler 1: Falscher Zeichensatz (UTF-8 statt Windows-1252)

Wenn Umlaute (ä, ö, ü, ß) im Buchungstext korrumpiert erscheinen (z. B. ü statt ü), wurde die Datei in UTF-8 gespeichert. DATEV verlangt zwingend Windows-1252. Lösung: CSV in einem Texteditor wie Notepad++ öffnen, Zeichensatz auf “ANSI” setzen und neu speichern.

Fehler 2: Fehlende Pflichtfelder oder leere Werte

DATEV akzeptiert keine leeren Pflichtfelder. Besonders häufig fehlen: Soll/Haben-Kennzeichen, Konto oder Belegdatum. Jede Buchungszeile muss alle Pflichtfelder enthalten — auch wenn der Wert bei Optionalfeldern leer bleibt, muss die Spaltenposition durch ein leeres Semikolon reserviert werden.

Fehler 3: Tausenderpunkte im Betrag

Ein Betrag wie 1.250,00 wird von DATEV nicht als 1250,00 interpretiert, sondern als Fehler gewertet. Alle Beträge müssen ohne Tausendertrennzeichen übergeben werden.

Fehler 4: Falsches Datumsformat

Das Belegdatum im DATEV-Format ist vierstellig (TTMM), nicht sechsstellig oder mit Trennzeichen. 05.02 oder 0502 — niemals 05.02.2026 oder 2026-02-05. Das Wirtschaftsjahr wird ausschließlich im Header definiert.

Fehler 5: Mehr als ein Buchungsjahr pro Datei

DATEV verarbeitet pro Importdatei ausschließlich Buchungen eines einzigen Wirtschaftsjahres. Enthält Ihre CSV-Datei Buchungen aus Dezember und Januar, müssen Sie zwei separate Dateien erstellen.

Fehler 6: Festschreibung unerwünschter Buchungen

Beim Testen einer neuen Schnittstelle oder beim Wiederimport können Buchungssätze unbeabsichtigt festgeschrieben werden. Prüfen Sie vor dem Import stets, ob der Buchungsstapel im “offen”-Status ist, und sichern Sie den DATEV-Mandanten vorher.


GoBD und Archivierung — was Unternehmer beachten müssen

Der Import in DATEV ist nicht der letzte Schritt: Seit dem 1. Januar 2015 gelten die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form). Sie verpflichten Unternehmen zu folgendem Vorgehen bei elektronischen Kontoauszügen:

  1. Originale aufbewahren: Elektronisch empfangene Kontoauszüge (z. B. per Online-Banking) müssen als originäre digitale Datei archiviert werden — ein Papierausdruck genügt rechtlich nicht.
  2. Unveränderlichkeit sicherstellen: Die archivierte Datei darf nachträglich nicht verändert werden. DATEV Unternehmen online bietet hierfür eine revisionssichere Archivierungslösung.
  3. Aufbewahrungsfrist: Buchungsbelege müssen 10 Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO).
  4. Prüfprotokoll: Der Abruf und die Prüfung des Kontoauszugs sollte dokumentiert werden, um bei einer Betriebsprüfung Nachweise liefern zu können.

Praktischer Tipp: Speichern Sie die Original-PDF-Datei des Kontoauszugs und die daraus erzeugte EXTF-CSV-Datei gemeinsam in Ihrer revisionssicheren Archivlösung — mit identischem Dateinamen und Datumspräfix (z. B. 2026-02_Kontoauszug_Sparkasse.pdf und 2026-02_EXTF_Buchungsstapel.csv).


Fazit

Der Import eines Kontoauszugs in DATEV ist technisch anspruchsvoll: Das EXTF-Format verlangt eine präzise Struktur, spezifische Zeichenkodierung, exakte Datumsformate und vollständige Pflichtfelder. Ein einfaches CSV-Speichern aus Excel reicht nicht aus. Wer diesen Prozess monatlich manuell durchführt, verliert unnötig Zeit und riskiert Importfehler.

BankStatementLab automatisiert diesen Weg vollständig: PDF hochladen, DATEV-Export wählen, fertige EXTF-Datei herunterladen. Der gesamte Prozess dauert unter zwei Minuten — und die erzeugte Datei entspricht dem DATEV-Standard ohne manuelle Nacharbeit.

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Verfasst von bankStatementLab Team